Encaustic

Encaustic ist keine Erfindung unserer Zeit, sondern schon ca. 3000 Jahre vor unserer Zeitrechnung entstanden.
Wieder entdeckt wurde diese Malart bei Ausgrabungsarbeiten von Pompeji als man Wandmalereien entdeckte, die noch nach so langer Zeit genauso frisch aussahen als wären sie heute erst gemalt worden. Da aber mit Öl und Aquarellfarben schneller Bilder entstanden, wurde diese umständliche Malart wieder vergessen.

Man nimmt an, daß die Encaustic ein Verbindungsglied zur Höhlenmalerei darstellte. Zeugnis der damaligen Hochkultur sind die berühmten ägyptischen Mumienportraits.


Die Vorfahren der Griechen und Römer und vermutlich auch der Ägypter wendeten eine simple Methode für ihre Arbeit an. Sie bedienten sich einer über dem Holzkohlenfeuer erhitzten Palette, die das Wachs flüssig hielt. Die Farben bestanden vermutlich aus Pigmenten, die mit Bienenwachs und Harz gemischt wurden. Das sagenumwobene "punische Wachs" wurde im Einklang mit den Gestirnen, mit Sonne und Mond in Meerwasser gekocht.

Bei den Portraits (in vielen ägyptischen Gräbern in excellentem Zustand gefunden), die bis heute erhalten geblieben sind, wurden dünne Holzplatten als Malgrund benutzt, aber auch Elfenbeintafeln hat man gefunden. Außer harten Pinseln haben die Römer  ein Gerät verwendet, das sie "Cestrum" nannten - es soll wie ein schweres bronzenes Palettenmesser ausgesehen haben. In Frankreich wurde der Körper einer Encaustic-Malerin ausgegraben, die  umgeben war mit all ihren Malutensilien und einer "Cauteria". In dem Ausgrabungsbericht heißt es, daß das Cauterium einem langen, feinen Löffel ähnelte.

Encaustic heißt in der Übersetzung so viel wie "einbrennen - dem Feuer ausgesetzt". Die Arbeiten brauchen keine Fixierung, sind staub- und lichtunempfindlich und zeichnen sich durch lange  Haltbarkeit aus.